Mit Until We Die hat Pixeye Games ein innovatives Spiel entwickelt, welches Elemente verschiedener Genres miteinander verknüpft. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Iwan, dem Anführer einer kleinen Gruppe von Überlebenden, welche sich nach einem verheerenden Meteoriteneinschlag in einer U-Bahn-Station verschanzt hat. Durch diese Katastrophe wurde die Masse der Menschheit vernichtet und in furchteinflößende Mutanten verwandelt. Diese möchten auch die letzten Überlebenden töten und greifen konstant die Basis der Überlebenden an. Die Verteidigung der U-Bahn-Station ist die oberste Priorität!

Zugehörigen Elemente sind aus vergleichbaren Games bekannt, wie z.B. Kingdom: Two Crowns. Der Spieler muss dafür sorgen, dass die in Wellen anstürmenden Gegner allesamt besiegt werden, bevor sie der Basis zu viel Schaden zufügen können. Die große Innovation liegt in der Art und Weise, wie diese Verteidigung durchgeführt werden kann. Im Gegensatz zu Tower-Defense-Spielen ist es nicht nötig, zahlreiche Verteidigungsanlagen zu errichten, damit diese die gesamte Arbeit übernehmen. Vielmehr ist es notwendig, die zu Verfügung stehenden Ressourcen zu managen und sinnvoll einzusetzen. Und wenn wir in diesem Spiel von Ressourcen reden, meinen wir die kleine Gruppe von Überlebenden. Diese sind verängstigt und werden ohne klare Befehle keinerlei Aktionen ausführen. Als Anführer ist es der Job des Spielers, den Menschen Aufgaben zuzuweisen und gemeinsam mit ihnen gegen die eindringenden Mutanten zu kämpfen.

Die Mutanten wollen dir ans Leder

Zu Beginn des Spiels wird man mit wenigen Gegner konfrontiert. Die ersten Begegnungen sind somit sehr übersichtlich und können einfach überlebt und somit gewonnen werden. Im Laufe des Spiels treten selbstverständlich immer schwierigere Gegner auf. Die Basis wird von wahren Horden attackiert. Nur wer es geschafft hat, allen Überlebenden sinnvolle Aufgaben zuzuweisen, wird die U-Bahn-Station erfolgreich verteidigen können. Um das Spiel zu gewinnen, ist es nötig, dreißig Tage zu überleben. Doch viel wahrscheinlicher ist es, dass man solange kämpft, bis man stirbt – Until We Die.

Das Spiel ist trotz des einfachen Spielprinzips überraschend unterhaltsam. Vor allem die witzigen Dialoge sorgen regelmäßig für Erheiterung. Die Grafik ist liebevoll im Comic-Stil gestaltet, trotzdem kann bei den Kämpfen gegen die Mutanten das Blut regelrecht umher spritzen. Wer witzige Dialoge mit schwarzem Humor liebt und strategische Herausforderungen zu schätzen weiß, kann bei „Until We Die“ bedenkenlos zugreifen. Wer allerdings vorab ein Auge (oder andere Körperteile) werfen will, ist eingeladen mit der Draisine zum nächsten Until We Die-Lets Play zu fahren.