Wenn eine Aufbausimulation auf eine Tower Defense trifft, kann das chaotisch werden. Es kann aber auch ein Spiel wie Becastled vom Entwicklerteam Mana Potion Studios dabei herauskommen. In dem Spiel müssen sich die Spieler ein eigenes kleines Reich schaffen und es so lange wie irgendwie möglich verteidigen.

Sonne und Mond

In Becastled übernehmen die Spieler die Kontrolle über ein Volk von Sonnenmenschen. Die kleinen Figuren sind eigentlich nur auf der Suche nach einem sicheren Heim, um sich ein Leben aufzubauen. Das ist aber nicht so einfach, denn in der Nacht kommen die neidischen Mondmenschen aus den Schatten und wollen ihre Sonne liebenden Nachbarn auslöschen. Also schnell sein lohnt sich, wenn man seine Burg nicht verlieren und sich in Sicherheit bringen möchte.

Bevor aber so eine Burg richtig geschützt werden kann, müssen Häuser für Arbeitskräfte geschaffen werden. Weitere Wirtschaftsgebäude müssen gebaut und ausgebaut werden, da die Arbeiter beispielsweise Nahrung, Getränke, aber auch Holz oder Metalle benötigen, um den Standort zu sichern und sich vor Angriffen zu schützen.

Wie in einer normalen Aufbausimulation ist das Verwalten der Ressourcen während der hellen Stunden ein wichtiger Faktor. Wenn die Wirtschaft der Burg nicht flüssig läuft, fehlt es später an wichtigen Werkstoffen oder an Menschen, die die Burg beschützen können.

Überlebenskampf

Sobald die Nacht anbricht, geht es ans Eingemachte. Die Armeen der Mondmenschen kommen aus den Wäldern und greifen das Land der Sonnenmenschen an. In den ersten Runden ist das noch relativ einfach, weil die Zahl der Truppen überschaubar sind und sie auch nur aus einer oder zwei Richtungen angreifen. Die Stellen, an denen die Feinde angreifen, werden durch blaue Fackeln markiert, sodass man sich auf die Angriffswellen einstellen kann. Je länger eine Partie allerdings geht, desto stärker werden die feindlichen Armeen. Die Spieler benötigen also eine gute Strategie, wenn sie sich die Angreifer vom Hals schaffen wollen. Glücklicherweise bietet das Spiel eine große Bandbreite an militärischen Werkzeugen. Soldaten, Katapulte, Verteidigungstürme und ähnliche Abwehrmöglichkeiten kosten aber auch wieder Arbeitskräfte und Ressourcen.

Weil sich das eigene Reich ständig vergrößert, wird es immer komplexer, die eigene Burg zu beschützen. Auf diese Weise haben die Spieler immer etwas zu tun und jede Runde läuft anders ab. Außerdem werden die Startkarten immer zufällig erzeugt, was zusätzlich einen Einfluss auf die Ressourcen und die Strategien in Becastled haben kann.

Nicht zuletzt ist es auch eine extreme Herausforderung sich durch die Schwierigkeitsgrade zu kämpfen. Wer glaubt, alles gesehen zu haben, sollte einmal den Schwierigkeitsgrad nach oben drehen.

Wer vorab einen Blick ins Gameplay werfen möchte, kann dies hier in meinem neuen Lets Play zu Becastled sehen.